Die Geschichte des Kellers

Die Errichtung dieses Kellers lässt sich leider nicht mehr bestimmen. Grundbücherlich scheint er das erste Mal 1773 auf. In diesem Jahr wurde für ein Ganzlehenshaus eine neue Eintragung gemacht, bei dieser wurde der Keller im Besitz eines Simon Anton Scheck bereits als Bestand geführt. Er war seit 1740 Eigentümer des Hauses Nr. 223, später Nr. 156 in der Klostergasse, dem heutigen Haus der Familie Taubenschuss in der Körnergasse 1.

Eigentümer des Hauses Nr. 223 waren von 1658 bis 1669 Peter Puecher und von bis 1686 Johann Georg Kieneckher, beide waren kaiserliche Weinaufschlager bzw. Weinaufschlagsobereinnehmer, sie könnten Bedarf an einem größeren Lagerraum für Wein gehabt und daher einen größeren Keller benötigt haben.
An der Kellertür finden sich heute noch die Jahreszahl (1)850 und die Initialen MA (Mathias Asperger), der ab 1849 als Besitzer des Kellers im Grundbuch aufscheint.

Im Jahr 1905 hat der Fleischhauer Mathias Kainz diese Liegenschaft erworben und sie ist seit dieser Zeit im Eigentum der Familie Paar.

Dieser Keller verfügt über zwei Kellerröhren: Die kleine Röhre (Breite 3 m, Länge 25 m) wurde für das Gästeangebot adaptiert, die große Röhre (Breite 7 m, Länge 60 m und in hintersten Bereich bis 5 m hoch) ist eine der größten Kellerröhren von Poysdorf.

Im Nachfolgenden noch einige Bilder des Kellers und des Presshauses mit der sehr gut erhaltenen und überaus großen Steinpresse. Zur optischen Ausgestaltung des Presshauses wurden von Elfriede Lenk vier Rebstockpaar-Bilder angekauft, wobei Assoziationen mit dem Paar-Keller durchaus beabsichtigt waren.